Meine Reisebegegnungen

25.03.2016

Die liebe Ariane von heldenwetter hat schon wieder ein wunderbares Thema angeschnitten und zur Blogparade aufgerufen und da mache ich doch mit! Es geht, wie man schon lesen kann, um Reisebegegnungen

Sie hat Recht, wenn sie davon redet, dass man meistens nur von der Natur von Sehenswürdigkeiten oder von Städten auf seinen Reisen erzählt, aber nie von den Menschen mit denen man diese Abenteuer geteilt hat, mit denen man gelacht und so viel oder auch nur kurz etwas erlebt hat. 
 
Ich muss dazu einfach sagen ich bin eher der introvertierte Mensch, wenn es darum geht, auf Menschen zuzugehen oder neue Leute kennenzulernen. Ich traue mich einfach nicht, diese Hemmschwelle zu überwinden ist schwierig für mich. Deswegen war auch das halbe Jahr Neuseeland eine ganz neue Herausforderung auf der menschlichen Ebene. Manchmal habe ich mich auch in unserem Camper Auto versteckt und die Außenwelt ausgeschlossen und lieber Filme auf dem Laptop geguckt als draußen vielleicht den Kreis von Menschen anzusprechen, aber ich mache Fortschritte, wirklich. 
In Neuseeland habe ich viele Begegnungen gemacht, so viele nette Menschen, die kann man gar nicht aufzählen, auch wenn das im ersten Hostel das Gegenteil war. Da dachte ich, ich werde nie Leute kennenlernen, aber egal. 
Unser erster Job war auf einem Rummel, Karnival, wie auch immer man das nennen möchte. Dementsprechend auch viele Backpacker. Pascal und ich kamen dort an total aufgeregt wurden eingeführt und durften dann mit unserem Camper Auto uns zwischen den Anderen stellen. Man kannte keinen, erst mal alles fremd. Irgendwann abends saßen die Ersten zusammen um eine Lampe am Tisch und quatschten. Immer mehr setzten sich dazu, nur Pascal und ich nicht. Wir wollten uns nicht einfach ohne Einladung dazu setzen, das fanden wir unhöflich, keine Ahnung wieso, haben ja alle Anderen auch gemacht. Ein Glück kam dann aber jemand endlich und meinte wir könnten uns doch auch dazu setzen! So lernten wir die Rummel Crew kennen. So viele nette Leute. 5 Deutsche, eine Finnin, ein Schotte und eine Holländerin. Nach ein paar Tagen hatten wir uns alle irgendwie ins Herz geschlossen und das war der Anfang einer wunderbaren Reise Freundschaft. Wir reisten mit dem Rummel von Ort zu Ort und das war mit die beste Zeit in Neuseeland, wie ich fand. Ich habe mich so wohlgefühlt, trotz der Arbeit und das lag einfach genau an den Menschen. Da wir auch das einfachste Leben hatten, kochten wir zusammen und nach der Arbeit zusammensitzen und reden, war Tradition. Einmal machten wir auch einen Filmeabend, mit einem Laptop, draußen und es war so kalt, aber soo schön! Wir waren dann letztendlich zu 10. 
 
Es hatte sich dann eine Gruppe herauskristallisiert, die 5 Deutschen und die Holländerin. Pascal, ich, Anna, Ann-Kristin, Al und Rose. Wie auf dem Bild zu sehen. Leider wollte Rose ihren eigenen Weg gehen und verabschiedete sich dann, die positive immer lachende Rose! 

So reisten wir aber zu 5. weiter und es war wundervoll. Wir spielten Karten, saßen draußen, kochten und schauten dabei aufs Meer, lachten bis wir Tränen in den Augen hatten und halfen uns gegenseitig, wenn jemand in der Klemme steckte. Es war einfach mit die schönste Zeit. Dann wurden wir von Anna und Ann-Kristin für eine Weile getrennt, da sie woanders dem Rummel helfen mussten. Als sie nach ein paar Wochen wieder da waren, haben wir uns so gefreut, als wäre ein Stück der Familie wieder da. Und vielleicht reisen manche Menschen oft mit anderen Leuten und schließen so viele Freundschaften, aber für mich war es als hätte ich meine Freunde von zu Hause mit nach Neuseeland geholt, so wohl habe ich mich gefühlt. Ich hatte in dem Zeitraum kein geringstes Heimweh und konnte mir vorstellen, dass es immer so weitergehen könnte. Ich war glücklich.
Wir bereisten viele Orte zusammen und sahen so viel und irgendwann kam aber leider der Abschied. Hoffentlich aber nicht für immer, wir haben noch Kontakt und vielleicht sehen wir uns noch mal und dann habe ich meine Freunde aus Neuseeland in Deutschland. Und ich müsste ihnen eigentlich mal Danke sagen, dass sie unsere Reise so bereichert haben, und kann glücklich sagen, dass auch ich bei meiner Reise wundervolle Menschen kennengelernt habe.

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© Caroline Mäske Fotografie 2018
Neuruppin, Berlin und Umgebung