Malta

04.01.2019

Ich war diesen Sommer zwei Mal auf Reisen. Einmal in Portugal und einmal auf Malta. Und hier soll es dieses Mal um Malta gehen!
Wir sind auch nur durch Zufall auf diese wunderschöne kleine Insel gestoßen. Meine Freundin und ich haben überlegt wo wir denn nur hin könnten? Tja und Pascal war derjenige der es vorgeschlagen hatte, wir hatten Malta so gar nicht auf dem Schirm.  Und ich habe das Gefühl das hat fast niemand. Zumindest kenne ich fast niemanden, der dort schon mal war und Urlaub gemacht hat. Und das obwohl es so wunderschön dort ist.
Wir sind am ersten Tag angekommen mit dem Flugzeug und wurden vom Flughafen von unserem Airbnb Host abgeholt mit dem Auto. Das war wirklich super entspannt, dann musste man sich nicht schon direkt mit dem ÖPNV dort auseinander setzen nachdem man erstmal in Ruhe ankommen möchte. Vor allem sind wir in der Hochsaison dort angereist, wir hatten also angenehme 30 Grad.
Kleiner Tipp, nicht am Sonntag anreisen. Durch unser Handgepäck hatten wir kein Trinken dabei und alle Läden waren zu – weil Sonntag. Wir wären verdurstet hätte unser toller Host nicht auch noch uns Wasser überlassen zum Trinken. Denn aus der Leitung das Wasser, sollte man lieber nicht trinken.
Auf jeden Fall muss ich einfach kurz sagen, dass wir die allerschönste Wohnung überhaupt hatten. Dreistöckig, mit Balkon wo man auf die Waterfront von Valletta gucken konnte. Jeden Abend saßen wir draußen, haben Musik gelauscht und es genossen. 
Ich kann ja mal Werbung kurz machen:  Hier klicken für die Wohnung. Kenneth war nämlich auch ein toller Gastgeber!
 
Man muss nur eben bei der Location einstecken. Wir waren nicht genau in Valletta, sondern in Senglea und wir mussten mit dem Wassertaxi jeden Tag fahren um in die Innenstadt direkt zu gelangen. Was aber kein Problem ist, denn dieses kommt sehr häufig vorbei und die Überfahrt dauert maximal 10 Minuten. 
So sind wir noch am ersten Tag kurz rüber nach Valletta um uns ein wenig umzugucken und es war wunderschön. Viele kleine, aber feine Gassen. Wenn man den Fahrstuhl nach oben nimmt (der nichts kostet, wenn man mit dem Wassertaxi kommt) kommt man direkt bei den Upper Baraka Gardens an und hat eine wunderschöne Sicht auf die 3 kleinen Halbinseln. 
Wir haben uns noch ein wenig die Innenstadt angesehen und sind dann wieder langsam zurück, und haben den Tag auf dem Balkon ausklingen lassen, da es ja auch ein langer Tag für uns war. 
 
 

GOLDEN BAY

 
Der erste Tag sollte noch nicht total Action geladen sein. Und es war einfach so. Unfassbar. warm. Also haben wir entschlossen baden zu gehen. Leider gibt es direkt bei Valletta keinen Strand oder so etwas in der Nähe um Baden zu gehen. Also haben wir geschaut, welche Strände denn gut sind. Und letztendlich ist jeder Strand natürlich gut, aber auch oft überlaufen, gerade in der Hauptsaison. Dann haben wir den beliebtesten gesehen und dass es daneben noch einen gibt und dachten. Na gut probieren wir es.
Also auf nach Valletta um zum Busterminal zu gelangen. Das erste Mal mit den Öffis, gar nicht so einfach am Anfang. Wo genau jetzt welcher noch mal? Aber man kriegt dann irgendwann den Bogen raus. Also sind wir nach Golden Bay und es war krachend voll. Aber wir wollten nur so schnell wie möglich baden gehen also rein ins Wasser abkühlen!
Das hatte auf jeden Fall gut getan! Dann sahen wir, dass es einen Weg hoch gibt, auf die vorstehende Felswand (?) könnte man sagen. Wir sind dort also hoch und nach sehr abenteuerlichen Wegen und Begegnungen sind wir oben angekommen und hatten einen wunderschönen Ausblick, fernab von den ganzen Touris. Wir haben uns wirklich unfassbar gefreut und vieeeele Fotos gemacht. Wir waren dann am Għajn Tuffieħa Tower. Und auf der anderen Seite haben wir den anderen Strand gesehen, der nicht ganz so voll war. Għajn Tuffieħa Bay. Der ist eher langgezogen und zieht sich eine ganze Weile. Dort sind wir eine ganze Weile geblieben und haben uns abgekühlt und einfach genossen im Meer baden zu gehen. Es war nicht einmal kalt, einfach total angenehm. 
Irgendwann wurde es also spät und wir nahmen wieder den Bus nach Hause. Dort bemerkten wir dann, dass die Busse eigentlich dann fahren wann sie wollen, denn laut Busfahrplan sollte einer kommen, der kam aber erst so 45 Minuten später. Anders als die Deutschen es so gewohnt sind. 
In Valletta haben wir uns dann noch die Waterfront angeschaut, wo das Nachtleben auch stattfindet. Zum Party machen war uns aber auf keinen Fall. Es war trotzdem schön sich das alles anzusehen. Von dort  aus sind wir dann wieder mit Mapfre zurück nach Hause. Dort saßen wir, wie jeden Abend auf dem Balkon, waren glücklich und planten den nächsten Tag. 

DINGLI CLIFFS

 
Diesmal wollten wir auch ein Wahrzeichen von Malta sehen und kennenlernen! Wir standen früh auf und fuhren wieder mit dem Bus von Valletta diesmal nach Dingli. Denn eine direkte Verbindung zu den Dingli Cliffs gibt es nicht, wenn man nicht mit den Touribussen fahren möchte. So steigt man in Dingli aus und läuft noch eine halbe Stunde, was aber nicht weiter tragisch ist.
Und dann sieht man irgendwann, dass es nicht mehr weitergeht und wir das Ende der Welt erreicht haben! Also so fühlt es sich zumindest an. Es ist wirklich absolut beeindruckend wie tief runter das dort geht und was die Natur dort geschaffen hat. Ganz unten konnte man noch sehen, dass Leute dort ernsthaft noch ernten bzw. Die Fläche dort noch nutzen! Wie krass! 
Wir sind dann dem Weg gefolgt und bei der Kirche werden alle Leute von den Bussen rausgelassen, da sind wir dann recht schnell wieder abgehauen. Ich dachte man könnte vielleicht noch runter und es gäbe dort einen Wanderweg, aber es sah alles eher nicht so aus. Wenn man dort runter möchte oder wandern geht, ist es eher auf eigene Faust. Das habe ich mich dann doch nicht getraut. So sind wir also eine ganze Weile der Straße gefolgt und haben immer wieder Sachen entdeckt und waren eher immer sprachlos von der Schönheit der Klippen. 
Man sollte nur aufpassen, wann der letzte Bus kommt, denn sonst kommt man nicht ganz so schnell wieder zurück. So mussten wir dann also langsam wieder los und hatten dann noch Zeit in Valletta die Zeit beim Sonnenuntergang zu verbringen. Unser Lieblingsspot war mit der Triton Fountain. Man wurde dort immer rausgelassen von den Bussen, deswegen haben wir ihn jeden Tag gesehen. Aber es ist auch wunderschön.
 

GOZO

 
Der anstrengendste Tag stand uns bevor.  Wir wollten unbedingt auf die sagenumwobene Insel Gozo. Überall stand im Internet, dass man dort einfach hin muss! Also wollten wir das auch. Dort hinzukommen ist von Valletta aber ziemlich zeitaufwendig. Erstmal muss man mit dem Bus nach Cirkewwa, was eine Stunde dauert. Dann muss man mit dem Boot nach Gozo, das Dauert auch noch mal so 45 Minuten, oder kürzer wenn man Glück hat. Nicht so angenehm, wenn man leicht seekrank wird, so wie bei uns Beiden. Wir waren froh als es vorbei war. 
Und dann ist man auf Gozo, aber muss sich auch auf die Busse verlassen. In Victoria läuft alles zusammen, das ist wie eine riesige Bushaltestelle dort. Dort muss man immer hin um zu einem anderen Bus zu kommen. So wollten wir also erstmal zu dem Azure Window, welches schon eingestürzt war, aber wir trotzdem noch interessant fanden. Also auf nach Victoria und dann zum Azure Window, das frisst auch ganz schön Zeit + die Wartezeiten auf einen Bus. Das passt ja nie perfekt. 
Aber als wir dann da waren, hatte es sich gelohnt. Obwohl es eingestürzt ist, ist es beeindruckend. Sich mal vorzustellen, wie es dort aussah bevor die Natur zerstört hatte, was sie erschaffen hatte – nicht schlecht. Außerdem gab es noch mehr anzuschauen. Wie zum Beispiel das Inland Sea Divesite. Ein kleiner See, mit einer Höhle die ins offener Meer rausführt. Sehr beeindruckend. Wir sind noch viel erkunden gewesen aber mussten dann leider irgendwann wieder zurück nach Victoria.
Wir schafften nur noch ein Ziel von dort aus, leider. Mit den Bussen, klappte es nicht immer so. Wir hatten zwischendurch eine Stunde Wartezeit. Also diskutierten wir wo wir hin wollten. Isa hatte etwas entdeckt, was ich noch nie gehört hatte. 
 
Das Wied il-Ghasri. Da wollten wir hin. Ich war sehr gespannt.
Es lag ziemlich weit außerhalb und vom Bus aus musste man noch ein ganz schönes Stückchen laufen, die ganze Zeit bergab.Da freute ich mich schon auf den Rückweg. Man muss wirklich ein Handy mit GPS dabei haben, wir haben uns kurz verlaufen. Auf jeden Fall kamen wir dem immer näher und wir konnten kaum glauben, wie wunderschön es dort aussah. Es sieht aus wie ein kleiner Fjord, in dem man baden kann. Es war nicht total überlaufen, aber man war auch nicht allein. Es ging also total.
Man sollte unbedingt sowas wie FlipFlops oder am besten Badeschuhe anhaben, denn es ist alles voll mit Kiesel. Wir hatten natürlich keins von beiden und es tat sehr weh, aber da mussten wir halt durch. Das Rauskommen sah bestimmt von aus  sehr  komisch aus.
Auf jeden Fall waren dort unfassbar nette Leute, die auf unsere Sachen aufgepasst haben. Wir waren also baden und es war wie eine natürliches Wellenbad. Umgeben von Höhlen, schlugen die Wellen von einer Seite zur anderen immer wieder ein. Man wurde immer wieder mitgeschwungen was so unfassbar cool war. Wir waren so happy, weil es was war, was wir Beide noch nie erlebt hatten und sich so einzigartig angefühlt hat.  Um einen herum nur Felswände. Das war einfach so ein wunderschöner Moment.
Ich kann es also nur jedem empfehlen dorthin zu gehen! Irgendwann mussten wir leider los, den ganzen Weg wieder bergauf, das war wirklich Quälerei, aber da muss man leider nun mal durch. Zurück mit dem Bus nach Victoria, dann nach Gozo, dann nach Cirkewwa, dann nach Valletta, dann nach Senglea und endlich zu Hause. Was ein Tag!
Wir haben natürlich lange nicht alles gemacht, was wir hätten sehen wollen, aber das lag wirklich an der Zeit. Sonst wären wir nicht mehr zurück gekommen. Mit Auto ist man auf Gozo besser bedient, das muss man einfach zugeben.
Was einem eigentlich immer vorgeschlagen wurde auf Gozo ist die Blue Lagoon. Da wollten wir auch erst hin auf Comino. Dann lasen wir aber die Bewertungen in der Hauptsaison: Total überlaufen, man kann nirgendwo mehr hin, viel zu eng. Das wollten wir uns ersparen, da wären wir nicht glücklich geworden. Auch wenn wir es beide gerne gesehen hätten. 

Am letzten Tag war der Abreise Tag. Da waren wir das letzte Mal in Valletta und haben uns quasi verabschiedet von der Stadt, die uns jeden Tag begleitet hat. Wir aßen noch etwas und schlenderten noch mal durch die Gassen. Dann mussten wir zurück und wurden wieder von unserem Host zum Flughafen gebracht. Und damit endete unser Urlaub.

Auf Malta kann man noch so viel mehr erleben, 4 Tage waren zu kurz. Obwohl wir das Gefühl hatten schon viel gesehen zu haben, von der wunderschönen Insel. Ich empfehle eher ein Auto. Wenn ihr keine Wahl habt, so wie wir, geht schon der ÖPNV, es ist nur ein wenig anstrengend.
insgesamt wird diese Insel viel zu sehr unterschätzt, sie ist wunderschön und ich habe mich verliebt!
Ich hatte eine wunderschöne Zeit mit dir Malta!

Ein Kommentar

  • Hallo Caroline!
    Die Insel wird tatsächlich sehr unterschätzt. Vor ein paar Jahren habe ich einen Sprachurlaub dort verbracht. Man kann sehr gut Englisch lernen, hat aber besseres Wetter als in England. Gozo hat es mir auch angetan.

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© Caroline Mäske Fotografie 2018
Neuruppin, Berlin und Umgebung